ort.schafft.ideen meets Hafen Offenbach
hafencafé. workshop.installation.
Anlass? Das Projekt "ort.schafft.ideen" wird aus Kassel importiert an den Offenbacher Hafen. Gemäß des Titels soll der Hafen Offenbach Inspiration sein für kreativen Austausch mittels fachlicher Diskurse und studentischer Entwürfe. Das Areal am Offenbacher Hafen soll hierbei exemplarisch für viele Hafenrevitalisierungen an Deutschlands ehemaligen Industriestandorten am Fluss stehen.
Wann? Donnerstag, 25. April 2013 ab 16.00 Uhr und Freitag, 26. April 2013 ab 9.00 Uhr
Wo? Ölhalle, Hafen 2a, Offenbach am Main

Wie ist der Ablauf geplant?
Der erste Tag beginnt um 16.00 Uhr mit einer Führung durch das Hafengebiet durch die Geschäftsführerin der OPG (OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH und Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG) Daniela Matha. Die eingeladenen Studentengruppen und alle anderen TeilnehmerInnen sind dazu herzlich eingeladen. Anschließend geht es in der Ölhalle über in den Vortragsteil (siehe Programmentwurf) und die Vorstellung des Projekts ort.schafft.ideen.
Danach beginnt die Phase „Hafencafé“. Nach der Methode der „World Cafés“ werden an jeweils 4 Runden Tischen Impuls-Statements zu den Quartiers-Themen
- - Wohnen und Arbeiten am Wasser
- - Treffpunkt (Frei)Raum
- - Intelligente Mobilität
- - Soziale und Kulturelle Infrastrukturen
gehalten, um dann gemeinsam darüber zu diskutieren und Ergebnisse direkt am Tisch festzuhalten. Nach ca. 20 Min wird der Tisch gewechselt, sodass alle zu den vier Themen beitragen können. Nach der Hälfte gibt es eine Kaffeepause von 20 Minuten. Das Hafencafé soll auch bei der Entscheidung helfen, mit welchen Inhalten sich die TeilnehmerInnen im Workshop vertieft auseinandersetzen möchten. Das Gesehene und das zuvor Gehörte sollen zusätzlich anregen, sich mit dem Ort und dessen Potenzialen oder auch Defiziten auseinanderzusetzen. Die Impulsvorträge kommen von den Lehrenden oder auch von den Referenten – diese bleiben als „Hosts“ den Runden Tischen in allen 4 Runden erhalten und geben nach Ende des Hafencafés im Plenum eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. Im Anschluss folgt dann die Entscheidung der TeilnehmerInnen für ein Thema. Ein gemeinsamer Abendimbiss soll das Kennenlernen fördern. Anschließend können die Gruppen freiwillig bereits beginnen, an ihren Ideen zu arbeiten. Die Ölhalle bleibt ein offener Ort.
Am nächsten Morgen ist offiziell Beginn um 9.00 Uhr und der Workshop wird fortgesetzt bis ca. 18.45 Uhr. Danach werden die Ergebnisse von den Sprechern der Gruppe vorgestellt. Der Freitag beginnt abends mit der Präsentation der Ergebnisse untereinander und geht dann über in den lockeren Teil, der Installation, die von der Gruppe GetRich organisiert wird. Hierzu baut die Gruppe GetRich einen „Raum im Raum“, der von den Studenten zuvor auch als WorkshopSpace genutzt werden kann.
Welche Themen können bearbeitet werden?
- Freiraumgestaltung, Platzgestaltung,
- Wohnen und Arbeiten am Hafen (z.B. Typologien, Strukturentwürfe)
- Städtebauliche Qualitäten
- Mobilität und Erreichbarkeit – wie will ich mich im und aus dem Viertel fortbewegen?
- Freizeit, Erholungsangebote, auch baulicher Art: Begegnungsstätten mit kleinem Raumprogramm
- Atmosphären
- Umgang mit gewachsenen Strukturen (direkt nebendran grenzt das gewachsene Quartier Nordend an)
Zielsetzung
Es geht NICHT um ausgefeilte Entwürfe, sondern um spontan entwickelte Ideen und innovative Ansätze, die aus dem Ort heraus unter Beflügelung von Fachbeiträgen und dem kreativen Potenzial der Studenten erarbeitet werden.
Wer sind die Organisatoren?
Die OPG und der Deutsche Werkbund Hessen

Kostet das Event etwas?
Die Veranstaltung ist kostenlos. Mit Beginn der Installation am Freitag Abend um 20.00 Uhr werden Getränke eine Kleinigkeit kosten.
Wer kann mitmachen?
Wer Interesse an der Führung (Teilnehmeranzahl begrenzt), an den Vorträgen, der Teilnahme an den Hafencafés oder den Workshops hat, sendet eine Email mit Namen, Vornamen und Institution / Universität etc. an:
Georgios Kontos, g.kontos@deutscher-werkbund.de
NW Werkbund-Akademie 2013 - GIBT ES DAS NICHTS DIE LEERE DAS HOHLE? ANNÄHERUNGEN
Termin: Freitag, 07. Juni 2013, 10.00 Uhr bis Sonntag, 09. Juni 2013, 17.00 Uhr
Ort: Schloss Gnadenthal Gnadenthal 8, 47533 Kleve
(Informationen zum Haus: www.gnadenthal.de)
Autobahnen A 57 oder A 3 oder: Bahnhof Kleve, Taxi 2 km

Über die diesjährige Werkbund-Akademie wird eine Dokumentation erstellt, die den Teilnehmer/innen zugesandt wird. Der Deutsche Werkbund NW lädt zu seiner Akademie 2013 ein, die im Schloss Gnadenthal bei Kleve stattfindet. Das Rahmenthema, zunächst außergewöhnlich, versucht interdisziplinär, sich einer uralten Menschheitsfrage anzunähern: gibt es "das Nichts"? Diese Frage erregt seit Parmenides die europäische Kultur, sowohl die Wissenschaften als auch die Künste und den Alltagsverstand. Und sie hat hohe Bedeutung für andere Kulturen dieser Erde, vor allem die ostasiatischen. Wir wollen diesen Gedanken nachgehen und Anregungen dazu sammeln. Vor allem natürlich in der Architektur und im Design. Das Programm der Akademie ist wie immer interdisziplinär zusammengesetzt; verschiedene Wissenschaften und Künste kommen zu Wort sowie diverse Erfahrungsgebiete aus der Praxis.
Alle Werkbündler sind willkommen, aber auch alle Freunde darüber hinaus, wenn sie Freude am Thema haben! Besonders auch die Studenten. Viel Vergnügen! Die Akademie findet jährlich einmal unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer statt. Sie wurde früher in der Reihe der "ad-Hefte" (Fachhochschule Düsseldorf) dokumentiert. Die Dokumentation der letzten Jahre wird fortgesetzt in der Reihe der "Akademie-Hefte" des Deutschen Werkbundes NW. Informationen über Internet: www.deutscherwerkbund-nw.de sowie www.meisenheimer.de
Unser werkbund.jung Mitglied Nina Sonntag wird am zweite Tag einen Beitrag zur Akademie leisten: "Die minimalistische Bühne bei Adolphe Appia."
Weitere Informationen wie Teilnahmebedingungen, Gebühren und Anmeldungsformular bitte dem untenstehendem pdf entnehmen!
Typen
Ausstellung von Elmar Lixenfeld DWB Eröffnung am Samstag, den 23. März 2013, um 19 h im WerkbundForum am Ernst-May-Platz, Frankfurt am Main.
Das Grußwort spricht Rainer Maria Kiesow (École des hautes études en siences sociales, Paris). Zur Finissage am Freitag, den 19. April 2013, um 19 h spricht Holger Jebens (Frobenius-Institut, Frankfurt am Main).

Typen
In der Ausstellung begegnen sich drei Aspekte der Arbeit von Elmar Lixenfeld: Eine Gruppe von 19 physiognomischen Plastiken. Ein Schwarm von 89 Scherenschnitten. Eine Reihe von 7 Buchstaben aus eigenen Alphabeten. Die Serie von 19 Köpfen – »Die Dekane« – entstand als Beitrag für die Publikation »Gesichter der Wissenschaft. Eine Studie über gesellschaftliche Klischees von Wissenschaft«, herausgegeben von Eva-Maria Engelen und Rainer Maria Kiesow. Jeder Dekan repräsentiert nicht einfach eine akademische Disziplin, sondern der Formenreichtum der Plastiken thematisiert den Zusammenhang zwischen den jeweils ausdifferenzierten Spezialgebieten der Forscher und deren individueller Physiognomie. Kann man in Gesichtern lesen? Jedenfalls: irre Typen. Die 89 Schwarzpapierprofile entmaterialisieren die Gesichtszüge auf ein Minimum, sie erscheinen quasi als greifbare Schatten, nähern sich der abstrakten Form: typische Konturen. Die 7 großformatigen a-Minuskeln der »Schwarzen Kunst« hüllen sich in eine geheimnisvolle Metaphorik. Wenn von Druckschriften die Rede ist, spricht man vom »Schrifttyp« oder einfach von der »Type«, englisch: »character«, »typeface«. Die Bleilettern, in Negativformen gegossen, heißen »Typen« oder »Drucktypen«. Der Begriff der »Schriftgießerei« aus der Bleizeit der Schrift lebt bis heute im englischen »typefoundry« fort. Und auch im Wort »Font«, dem elektronischen Zeichensatz einer Schrift in einem bestimmten »Schriftschnitt«, steckt noch der schöpfende und gießende Vorgang der Schriftherstellung. Mit »Schattenstrichen« sind die kräftigen Strichzüge eines Buchstabens gezeichnet. »Fleisch« hat eine Type links und rechts von der »Figur«, der Weißraum, dessen Größe beim »Zurichten« als Bestandteil des Buchstabens festgelegt wird; manche »Figuren« haben »Augen«.
Die gezeigten dreidimensionalen Buchstabenkörper werden durch Druckbeispiele in den verschiedenen Schrifttypen von Elmar Lixenfeld ergänzt. Der Ausstellungskonzeption liegt die Vermutung zugrunde, dass die »irren Typen«, die »typischen Schattenkonturen« und die »typefaces« durch mehr als über bloße Metaphorik miteinander in Verbindung stehen, und dass diese Verbindungen die Metapher überhaupt erst möglich machen.
Mit Spannung dürfen die Grußworte von Prof. Dr. Rainer Maria Kiesow, Rechtshistoriker an der École des hautes études en siences sociales, Paris, und von Prof. apl. Dr. Holger Jebens, Ethnologe am Frobenius-Institut Frankfurt am Main, erwartet werden.
Elmar Lixenfeld, Jahrgang 1963. Studium der Visuellen Kommunikation in Offenbach und an der Accademia di Belle Arti, Rom. Seit 1989 eigenes Büro für Fragen der Visuellen Kommunikation. 1998 bis 2002 Dozent an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Buch- und Medienpraxis. 2009/2010 Jurymitglied beim Wettbewerb »Die schönsten deutschen Bücher«. Arbeitet konzeptionell, typografisch, fotografisch, schriftentwerfend, zeichnerisch, plastisch. Hauptsächlich buchgestaltend.
Publikation LEBEN // GESTALTEN In Zeiten endloser Krisen

Foto: Nina Sonntag DWB
Unter welchen kulturellen Bedingungen ist qualitative Gestaltung am Beginn des 21. Jahrhunderts möglich? Und welche Auswirkungen hat gute Gestaltung konkret? Antworten auf diese Fragen finden sich weniger in den Gegenständen selbst, sondern vielmehr bei den Menschen, die diese Gegenstände gebrauchen und die durch deren Gebrauch bestimmt werden. Dieses Buch thematisiert das kulturelle Umfeld, in dem Gestaltung geschieht, sowie deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Gute Gestaltung wird verstanden als verantwortungsvolle Gestaltung und ist somit ethisch konnotiert; denn Gestalten als hinterlassendes Handeln setzt einen Maßstab voraus, an dem es sich orientieren muss.

Foto: Thomas Günzel DWB
Die Beiträge von Thorsten Bürklin, Matthias Burchardt, Adrienne Goehler, Albrecht Göschel, Ludger Heidbrink, Konrad Hummel, Ulf Kilian, Frederic J. Schwartz, Martin Seel, Ulrich Thielemann und Ulrich von Weizsäcker basieren im Wesentlichen auf den Vorträgen des Werkbundtages 2011, der vom DWB Hessen ausgerichtet in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Für die finanzielle Unterstützung der vorliegenden Publikation und des Werkbundtages 2011 leben//gestalten dankt der DWB Hessen dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Herausgeber: DWB Hessen, Ulf Kilian DWB
Gestaltung: Martina Voegtler DWB
Umschlagcollage: Thomas Schriefers DWB
Jovis Verlag, Berlin, 2013
zu erhalten über den deutschen werkbund hessen oder über den jovis Verlag
Wieder da! Die Wohnung für das Existenzminimum

Der Frankfurter Verlag Englert & Schlosser, der seinerzeit in großer Zahl das Thema der Moderne in Architektur und im Siedlungsbau behandelte,´publizierte mit diesem Katalog eine Zusammenstellung der Ergebnisse des II. Congrès International d’Architecture Moderne, der vom 24. bis zum 26. Oktober 1929 in Frankfurt am Main abgehalten wurde. Herausgeber waren das Städtische Hochbauamt und die Internationalen Kongresse für Neues Bauen. Das Thema der Tagung „Die Wohnung für das Existenzminimum“ vereinigte unter der Leitung von Ernst May internationale Architekten, die sich der Frage nach den Grundbedürfnissen im Wohnungsbau widmeten. Die anschließende Ausstellung im Werkbundhaus zeigte 105 Grundrisse im Maßstab 1:10, von denen 100 im Maßstab 1:100 in dieser Publikation abgedruckt und mit Kommentaren in deutscher, französischer und englischer Sprache versehen wurden.
Die einleitenden Texte lieferten Siegfried Giedion und Ernst May, danach schlossen sich Referate an, die auf dem Kongress gehalten und für die Veröffentlichung 1930 überarbeitet wurden. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums veranstaltet die ernst-may-gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Werkbund Hessen e.V. sowie dem Institut für Kunstgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 22. bis 24. Oktober 2009 einen Nachfolgekongress unter dem Titel „Neues Wohnen 1929/2009“, der auch zu aktuellen Fragestellungen des urbanen Wohnens Stellung bezieht. Der dem Werkbund Hessen assoziativ angegliederte werkbund.jung nimmt sich das Ereignis ebenfalls zum Anlass, um in einer ergänzenden Ausstellung mit dem Titel „wohnen. aber wie?“ einen Beitrag zu retrospektiven und aktuellen Fragestellungen sowohl zum Wohnbedürfnis als auch zur Wohnkultur zu leisten.
Dabei wurde die Idee geboren ein Faksimile der 1. Auflage zu produzieren. Dieser nun vorliegende Reprint wurde lediglich digital bearbeitet, ist inhaltlich identisch mit der Ausgabe von 1930 und orientiert sich auch in der Papierwahl so nah wie möglich am Original. Der wb.jung freut sich, Ihnen diesen Katalog nach 80 Jahren CIAM II inFrankfurt am Main wieder präsentieren zu können.
Taschenbuch: 270 Seiten
Reprint: mit freundlicher Genehmigung des Hochbauamtes Frankfurt am Main
Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
Zu bestellen über den wb-jung.
