120823 grenzraum - Winfried Baumann

grenzraum - Winfried Baumann, "Urbane Nomaden / Dom Römer"

23.08.2012, 20:00 Uhr - 29.09.2012, 20:00 Uhr

Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins U-Bahn Station „Dom/Römer“ In der Ausstellung des „grenzraum“ im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins werden Arbeiten des Nürnberger Künstlers Winfried Baumann gezeigt. Die Objekte, die zwischen Kunst, Architektur und Design angesiedelt sind, stellen die Frage nach Alternativen des Wohnens und Lebens in der mobilen Welt. An dem Transitort unter der Erde erhält die Installation eine besondere Relevanz. Unter dem programmatischen Titel „grenzraum“ versammelt der Frankfurter Künstler und Kurator Raul Gschrey im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins künstlerische Arbeiten zum Thema Grenzen, Grenzüberschreitungen und Migration.

An diesem Transitort in der U-Bahn Station „Dom/Römer“ wendet sich das Ausstellungsprogramm einem der zentralen Themen unserer globalisierten Welt zu und rückt die grenzüberschreitende Mobilität ins Bewusstsein der Besucher und Passanten. Die Ausstellungsreihe im temporären „grenzraum“ knüpft an das Ausstellungs- und Publikationsprojekt „grenzlinien“ an, das sich in künstlerischen, aktivistischen und wissenschaftlichen Positionen mit Grenzen und deren Überschreitung beschäftigt. www.grenzlinien.com/grenzraum

Winfried Baumann (*1956) lebt und arbeitet in Nürnberg. Seine Arbeiten liegen an der Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur und Design. Seit über zehn Jahren baut der Künstler Wohnsysteme für Obdachlose und andere urbane Nomaden. Unter der Marke „urban nomads" sind alle Projekte von Winfried Baumann zusammengefasst, die mit Mobilität, Behausung, Verpflegung und Fortbewegung zu tun haben. Die umfangreichste Werkgruppe ist „Instant Housing" – mobile Wohncontainer, die auf die spezielle Lebenssituation der Benutzer ausgerichtet und die jeweils von einer Person handzuhaben sind. Der im „grenzraum“ installierte Wohncontainer des Modells WBF-240 wird von Fotografien ergänzt, die die Vielfalt und Nutzungsmöglichkeiten der Produktpalette aufzeigen. Die Installation kann durch den speziellen Ort in der U-Bahn Station eine besondere Wirkung entfalten. Oftmals einzige Rückzugsmöglichkeit für Obdachlose bei schlechtem Wetter und Kälte – bleibt der Ort diesen aber häufig verschossen. In Relation zum Fokus der Ausstellungsreihe auf grenzüberschreitende Migration eröffnen sich weitere Assoziationen: Bilder von Zeltstädten und illegalen Camps unter freiem Himmel sowie Fragen nach einem Minimum an Versorgung und Privatsphäre unter Bedingungen der irregulären Migration. www.urban-nomads.de